Wenn der Hund sich nicht entspannen lässt – oder wie kann ich Entspannung zusätzlich fördern?

Wie wir unseren Hund auf Kommando entspannen können haben wir bereits vergangene Woche erörtert.

MEIN HUND MAG BERÜHRUNGEN NICHT

Was ist nun wenn sich aber mein Hund nicht gerne anfassen lässt? Äußert unproduktiv wäre es den Hund mit Zwangsstreicheln zur Entspannung zu „zwingen“. Erstens weil es überhaupt nicht geht, denn Zwang und Entspannung passen nicht zusammen. Der Hund kann sich nur dann entspannen wenn er sich wohl fühlt und nicht wenn er erzwungene Reize aushalten muss die er eigentlich als Stressoren wahrnimmt. Zweitens, weil sich durch erzwungenes Streicheln unter Umständen problematisches Hundeverhalten wie Aggression oder Angstbeißen noch verschlimmern kann. Also: wenn Hund Streicheln doof findet, dann akzeptieren wir das!

Bienchen entspannt in ihrer Kuscheldecke (Bild von www.tipps-zum-hund.de)

GANZ ENTSPANNT OHNE STREICHELN

Wenn der Hund sich nicht anfassen lässt, kann das zu konditionierende Wort auch anders konditioniert werden. Dabei wird das Signalwort ganz leicht mit dem erwünschten Zustand verknüpft: einfach abwarten bis der Hund sich im Laufe des Tages entspannt und das Wort während des gezeigten Verhaltens mehrfach wiederholen.

Nun ist es so, dass außer dem Wort auch andere Reize zu Entspannung führen können. Insbesondere Düfte, aber auch Decken, Halstücher oder Medikamente können hier eine Rolle spielen. Bei letzteren ist es unerlässlich im Vorfeld einen Tierarzt- oder -Heilpraktiker zu konsultieren.

Der einjährige Pako fühlt sich auf seinem Schlafplatz wohl (Bild von http://www.sonnysblog.de)

REIZE KOMBINIEREN

Taktile und optische Reize wie Halstuch oder Hundedecke können bei den Entspannungsübungen sehr gut mit Düften (olfaktorischen Reizen) kombiniert werden. Einfach einige Tropfen auf den Stoff geben: die ätherischen Öle die von der Hundenase aufgenommen werden sorgen für zusätzliches Wohlbefinden und Lockerheit. Nachfolgend erfahrt Ihr welche Präparate dafür besonders geeignet sind. Bitte achtet drauf stets naturreines ätherisches Öl zu verwenden, naturnahe Essenzen oder andere Duftöle die nicht das Wort „ätherisch“ beinhalten sind für eine solche Aromatherapie nicht geeignet.

LAVENDEL

Der Duft des Lavendels sorgt für Ausgeglichenheit und Entspannung. Er kann dazu beitragen nervöse Verkrampfungen zu lösen und wirkt schlaffördernd.

MELISSE

Die Melisse ist ein bewährtes Hausmittel bei Stress, nervösen Verspannungen, Melancholie, Depression und Schlafstörungen. Der Duft der Melisse wirkt harmonisierend auf den Körper und auf den Geist.

MANDARINE

Der Duft der Mandarine vermittelt ein wohliges und beruhigendes Gefühl. Es wirkt harmonisierend und vermittelt Geborgenheit weshalb es auch bei der Aromatherapie für Kinder angewandt wird.

KAMILLE

Die Kamille ist ebenfalls ein klassisches Hausmittel welches beruhigend und entspannend wirkt. Die wird nicht nur als Öl in der Aromatherapie verwendet sondern kann auch als Tee dem Trinkwasser oder Futter beigemischt werden

Bergamotten findet man vorwiegend in Kalabrien und Sizilien.

BERGAMOTTE

Das Öl der Bergamotte ist ein Zitrusöl welches harmonisierend und stimmungserhellend wirkt. Es kann insbesondere bei Hunden die Probleme mit dem Autofahren haben wahre Wunder vollbringen.

Neben den ätherischen Ölen können auch bestimmte Nahrungsmittel ihre Wirkung im Hundekörper entfalten und sich positiv auf den Gemütszustand auswirken. Wie das genau aussieht erfahrt Ihr bald hier auf THE DOGGY BLOG.

Luna entspannt sich auf einer Wiese (Bild von www.fabelschmiede.de)

Die Hundebilder stammen von folgenden befreundeten Blogs: www.tipps-zum-hund.de, www.sonnysblog.de, www.fabelschmiede.de.

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